Festplatten-Gesundheit im Überblick: HDDLife
6. August 2007Wie lange lebt meine Festplatte noch? Hat sie schon physikalische Schäden? Und wie steht es um meine Daten? Antworten auf diese und viele andere Fragen, die mit der Gesundheit einer (IDE / SATA) Festplatte zu tun haben, liefert das kleine Tool “HDDLife”.
Ein paar Klicks und ein paar Sekunden warten - dann ist die Installation von “HDDLife” fertig. Öffnet man anschließend die Anwendung so wird man unten in der Taskleiste gleich mal von einem schönen Mahnungsfenster begrüßt. Was? Mahnungsfenster? Ja, das mag zwar komisch klingen, ist aber wirklich so, denn “HDDLife” ist keine Freeware. So heißt es in besagtem Fenster, dass man sich die Vollversion kaufen muss, um das alle paar Minuten aufpoppende Fenster zu deaktivieren.
Das soll uns aber fürs Erste erstmal egal sein. Mit einem Klick auf das Traysymbol, das die aktuelle Temperatur der ersten Festplatte anzeigt, öffnet sich nun das Hauptfenster des Tools.
Wie man sehen kann, ist das alles relativ übersichtlich gegliedert. So hat man mehrere Anzeigen, einmal den “Zustand”, der den physikalischen Zustand überpruft. Dann die Anzeige “Leistung”, die die Festplatte auf Schnelligkeit überprüft. In der rechten Spalte sieht man u.a. die Temperatur. Das Programm alarmiert den Benutzer, falls die Festplatte eine kritische Temperatur erreicht. Unter der Temperaturanzeige ist zu sehen, wie lange die Festplatte schon insgesamt lief. Darunter ist ein kleiner Link zu einem neuen Fenster: “click for more options”. Dieser darauf sich öffnende Dialog lässt einstellen, wie schnell sich die Scheiben der Festplatte drehen soll. So kann man die Festplatter leiser stellen, wodurch sie allerdings um einiges langsamer wird, oder auch auf maximale Geschwindigkeit abzielen, dadurch wird sie erheblich lauter.
Im Feld “Ergebnis” ist der Status der Festplatte kurz zusammengefasst, in meinem Beispiel “Ausgezeichnet”, jedoch wird trotzdem darauf hingewiesen, dass man regelmäßig Backups machen sollte, da eine Festplatte auch ganz plötzlich ausfallen kann. So sollte man sich nicht zu 100% auf das Tool verlassen, denn was heute noch “Ausgezeichnet” war, kann durch dumme Zufälle morgen schon gar nicht mehr betriebsfähig sein.
Mit einem weiteren Klick auf “Klicken für mehr Information” werden dem Benutzer zahlreiche Details, die Aufschluss über Gesundheitsstatus und Leistung geben.
Das Programm unterstützt außerdem mehrere Festplatten, die man dann über Tabs wählen kann. Mit Geräten, die über USB oder Firewire angeschlossen werden, kann HDDLife allerdings nichts anfangen - die Geräte müssen direkt ans Mainboard angeschlossen sein.
Alles in allem ein nettes, aber nicht unbedingt notwendiges Programm, denn niemand ist vor dem Schicksal seiner Festplatten sicher. Wer seiner Festplatte allerdings trotzdem ein paar mehr Details entlocken will, kann sich das Programm hier herunterladen. Man beachte aber: Das ist eine 15-Tage-Pro-Version, d.h. nach 15 Tagen nach der Installation werden manche Funktionen nicht mehr verfügbar sein. Welche das sind, weiß ich nicht.

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