ReaCompressor: Bildkomprimierung vom Feinsten
2. August 2007Das dürfte vor allem für Webdesigner interessant sein, oder für Leute, die oft viele hochaufgelöste Bilder per Mail an Freunde schicken: Das 1,7 MByte-große Programm "ReaCompressor". Wie der Name schon erahnen lässt, komprimiert dieses kleine Programm Bilder. Auch, wenn JPG-Dateien ja eigentlich schon gut komprimiert sind, so holt dieses Programm das Maximum raus: Aus 1 MByte-großen JPG-Dateien lassen sich je nach Art des Bilds bis zu 300 KByte-große JPG-Dateien erzeugen - und das ohne sehbaren Qualitätsverlust bei gleicher Auflösung!
So habe ich, um das Ganze mal zu demonstrieren, folgendes Bild als Beispiel genommen: http://sebastiankabis.net/WP/pics/the_crow.jpg - das Cover vom Film "The Crow" also. Hierbei handelt es sich um ein unkomprimiertes JPG (wie es bei den meisten Digitalkamera-Bildern üblich ist). Das Bild ist 1,67 MByte groß und hat eine Auflösung von 3240×2175. Um das Bild nun auf eine akzeptable und webfreundliche Größe zu reduzieren, öffne ich das Programm ReaCompressor, wähle File –> Open, um das Bild zu öffnen. Standardmäßig ist die Qualität auf 100% gestellt, das heißt noch habe ich keine spürbare kleinere Größe. Also schiebe ich den "JPG-Quality"-Regler etwas weiter nach links und stelle die Qualität somit erstmal auf 75%. Damit ist das Bild schonmal bei gleicher Auflösung auf knapp 1,1 MByte geschrumpft, also um über 600 KByte. Qualitätsverlust ist keiner (auch wenn man ranzoomt) merkbar. Also schiebe ich den Regler um weitere 25% nach links - auf 50%. Die Datei ist nun nur noch 526 KByte groß, hat sich also um über das Dreifache schon verkleinert. Einen Qualitätsverlust merkt man erst, wenn man bis auf den Text ranzoomt, denn hier haben sich ein paar winzige sichtbare Pixel um den Text versammelt: http://sebastiankabis.net/WP/pics/the_crow2.jpg (links das Original, rechts das Komprimierte.
Ich zoome nun so zurück, dass wir das komplette Cover sehen: http://sebastiankabis.net/WP/pics/the_crow3.jpg . Man sieht also noch keinen Unterschied zum Original. Also verringere ich die Qualität noch weiter - auf 30% erst einmal. Das komprimierte Bild ist nun nur noch 253 KByte groß. Auf der aktuellen Zoomstufe (ich sehe das komplette Cover) merkt man noch immer keinen Unterschied. Erst wenn ich wieder ganz nah an den Text ranzoome, erkennt man wieder mehrere Pixel, die unscharf um die Textränder "kreisen". Der Text jedoch ist nach wie vor ohne Probleme lesbar: http://sebastiankabis.net/WP/pics/the_crow4.jpg .
Weiter möchte ich nun nicht mehr komprimieren. Zumindest nicht in der Gesamtheit, denn ReaCompressor bringt noch viele weitere nützliche Werkzeuge mit sich, mit dem man Bilder noch kleiner machen kann. So hat er z.B. Auswahlwerkzeuge, mit denen ich bestimmte Regionen fixieren kann und dort dann individuelle Einstellungen vornehmen kann. So kann ich z.B. bei einem Landschaftsfoto den Himmel markieren und dort die Qualität auf 20% stellen - bei Personen dagegen kann ich eine neue Auswahl erstellen und dort die Qualität z.B. auf 80% stellen - Finetuning also, das dem Anwender viel Möglichkeiten bietet, allerdings auch etwas zeitaufwendig ist.
Nun habe ich das Cover also wiederrum als JPG abgespeichert - ohne die Auflösung zu verändern. Das Ergebnis ist hier zu sehen: http://sebastiankabis.net/WP/pics/the_crow_final.jpg . So sieht man: Von einem 1,6 MByte großen JPG hat ReaCompressor mir ein 0,25 MByte großes JPG gemacht, das sind gerademal 16% von der Originalgröße und die Qualität ist kaum unterschiedlich in ihrer Gesamtheit.
Da es ja üblich ist, mit einer Digitalkamera gleich mehrere Bilder gemacht zu haben und es sich als ziemlich aufwendig gestalten würde, jedes Bild einzeln zu komprimieren, bietet ReaCompressor eine Batch-Compression an, mit der man einen kompletten Bildordner auswählen kann, einmal die gewünschten Werte einstellt, das Zielverzeichnis auswählt und auf Start klickt. Bei knapp 100 Bildern (unkomprimiert, 1600×1200) und einem aktuellen Rechner geht das 1-2 Minuten - also durchaus im akzeptablen Bereich.
Neben den zahlreichen Vorteilen hat ReaCompressor auch einen nicht unerheblichen Nachteil: ReaCompressor ist nicht kostenlos, sondern Shareware. Die Vollversion kostet 25 US-Dollar. Wenn man mit einem kleinen "Unregistered Version"-Symbol oben links in einer Ecke jedoch leben kann, so kann man sich die Evaluationsversion hier kostenlos runterladen: http://sebastiankabis.net/WP/software/ReaCompressor.exe .
Viel Spaß!

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hui, kommt mir bekannt vor :D
flawless | 5. August 2007 | 13:23hui, kommt mir bekannt vor